Die Zunft Höngg am Sechseläuten

Der Zug wird vom Herold und der Reitergruppe angeführt. Es folgen Zunftmeister, Ehrengäste und Vorsteherschaft. Die Spindelpresse stammt aus dem Jahre 1763. In der Rebbauerngruppe werden Stickel, Karste und Tansen getragen. Eine Zünftergruppe betätigt sich in der Freizeit aktiv im Rebberg.

Die Kostüme sind gestaltet nach dem Vorbild einer Tracht von Jakob Gujer, genannt „Chlijogg“, Musterbauer in der Katzenrüti, welcher vor rund 200 Jahren gestorben ist.

Die Publikation des damaligen Stadtarztes, Hans Kaspar Hirzel „Die Wirtschaft eines philosophischen Bauers“ machte Chlijogg bei den Gelehrten jener Zeit weit über unsere Landesgrenzen hinaus bekannt. Die quartiereigene Zunftmusik trägt das Küfergewand. Hinter dem Leiterwagen mit Weinprobe schenken Zunftgesellen Wein aus. Es folgt die Kindergruppe; der Rebhüsliwagen beschliesst den Zug.

zunfthoengg_zugsordnung

Höngger Wappen am Sechseläuten

Einer grösseren Öffentlichkeit aus der ganzen Stadt wird unser Höngger Wappen alljährlich am Sechseläuten vor Augen geführt durch die Zunft Höngg, die es auf den Abzeichen der Zünfter, auf Fahne und Reiterstandarte zeigt und bei den nächtlichen Besuchen in der Innenstadt auch auf den Kerzenlaternen.

Auf der „grossen Zunftlaterne“ fehlt auch der Geissbock nicht als „Wappentier“. Er erinnert an den früheren Obernamen der Höngger bei ihren Nachbarn, anknüpfend an der Tatsache, dass in Höngg viele Ziegen gehalten wurden, die das Gras der schmalen „Börtli“ zwischen den Rebfächern fressen konnten, während für Kühe das nötige Futter fehlte.